Update interdisziplinäre Funktionslehre, initiale Diagnostik, ABC der zahnärztlichen Schienentherapie

  • ZA

Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. Meyer, Greifswald

Ort: ZÄF, Würzburger Straße 150, 63743 Aschaffenburg

10 Fortbildungspunkte nach den Richtlinien der BZÄK und DGZMK

 

Das Spektrum der modernen Funktionslehre reicht von geometrischen Gesetzmäßigkeiten der Kauflächen- und Kiefergelenksmechanik hin zu komplexen neuromuskulären Funktionsabläufen, die ganz erstaunliche Wechselwirkungen mit anderen Körperfunktionen haben können.

Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD), die insbesondere durch eine inkoordinierte, hyperaktive Kau-, Gesichts- und Schultermuskulatur gekennzeichnet sind, können vielfältige allgemeinmedizinische Ursachen und Folgen haben. So ist beispielsweise  bei Kopf- und Gesichtsschmerzen, bei Tinnitus und anderen HNO-Symptomen und bei Halswirbelsäulenproblemen im medizinischen Konsil auch an zahnmedizinische Risikofaktoren zu denken.

Aus Sicht der Zahnmedizin sind Kaufunktionsstörungen, die häufig auf okklusale Interferenzen zurückzuführen sind, typische CMD-Risiken. Somit besteht eines der Hauptziele der zahnärztlichen Behandlung darin, durch Korrektur der Okklusion und durch weitere flankierende Therapien eine Entspannung der Muskulatur und eine Rekoordination neuromuskulärer Funktionsabläufe zu erreichen.

Standardmäßig werden hierfür initial Reflexschienen und längerfristig  Zentrikschienen (syn.: Michiganschiene) eingesetzt. Sofern es bereits zu einer mit Schmerzen einhergehenden Vorschädigung von Kiefergelenksstrukturen gekommen ist, die allein durch Muskelentspannung nicht mehr therapierbar ist, können Dekompressionsschienen (früher: Distraktionsschienen) hilfreich sein. Diese gehören ebenso zur Gruppe der Positionierungsschienen wie auch Protrusionsschienen, die beispielsweise bei Schnarchern und Schlafapnoikern eingesetzt werden.

In dieser Kursveranstaltung werden diese Zusammenhänge anhand zahlreicher Patientenfälle besprochen und durch praktische Übungen und Demonstrationen  vertieft.

Lernziele :

  • Prinzipien der Wechselwirkung von Kauflächen- und Kiefergelenksfunktion
  • CMD Screening zur initialen Diagnostik von Kaufunktionsstörungen
  • Die physiologische Zentrik als Basis restaurativer Therapien einschließlich KfO
  • Prinzipien von Therapien mit Aufbissschienen

 

 

Preise:  Mitglied: 380,- €                Nichtmitglied:  480,- €

 

Lebenslauf Prof. Dr.Dr.h.c. Georg Meyer

  • 1970 – 1976 Studium der Zahnmedizin und der Landwirtschaft in Göttingen, anschl. wiss. Mitarbeiter in der Zahnklinik bei Professor Dr.Dr.h.c. Alex Motsch
  • 1981 Promotion, 1987 Habilitation
  • 1993 Lehrstuhl Zahnerhaltung,Parodontologie,Kinderzahnheilkunde Greifswald
  • 1996-2002 Konzilspräsident der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald
  • 2001 – 2016 Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Zahn-Mund-Kieferhlkd.
  • 2004-2007 Präsident der DGZMK
  • 2006 Ehrendoktorwürde Dr.h.c. der Staatlichen Medizinischen Universität Moskau
  • 2016 emeritiert, Fortführung der Lehre und Forschung
  • 2017 Delegierter ZÄK M-V , Leitung Fortbildungsausschuß , Vorstand DGÄZ , Science Committee CED ,

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