Wurzelkaries, die neue Volkskrankheit? Patientenindividuelle Präventions- und Therapiekonzepte"

Referentin: Prof. Dr. Diana Wolff, Heidelberg

Ort: ZÄF, Würzburger Straße 150, 63743 Aschaffenburg

 4 Fortbildungspunkte nach den Richtlinien der BZÄK und DGZMK

Wenn Zähne durch erfolgreiche Prävention länger in der Mundhöhle verbleiben, dann werden unausweichlich irgendwann die Wurzeloberflächen exponiert und das Reinigen des Gingivasaumes und der Approximalbereiche fällt Patientinnen und Patienten mit zunehmendem Alter immer schwerer.

Häufig stehen wir Zahnärzte dann vor dem Dilemma einer Wurzelkaries, die präventiv schwer zu beherrschen ist und auch restaurativ extrem anspruchsvoll sein kann. In dieser ungünstigen Nische am Zahnhals neben entzündeter und blutender Gingiva gelingen restaurative Versorgungen nur schwer, und sie alleine lösen auch nicht das Problem. Eine Zahnhalsfüllung, die anschließend wieder dick mit Plaque belegt ist, wird kaum die nächsten Jahre unbeschadet überstehen, Sekundärkaries ist gewiss zu erwarten. Die Therapie der Zahnhalskaries muss also immer einem multifaktoriellen Ansatz folgen. Mit Blick auf die Ökologie der oralen Nische, unter Berücksichtigung des Könnens & Wollens des Patienten und unter Abwägung der restaurativen Möglichkeiten muss in jeder Situation ein individueller Weg gefunden werden. Im Vortrag werden die aktuellen wissenschaftlichen Hintergründe dargestellt und praxisbasierte Tipps zur präventiv-restaurativen Versorgung von Wurzelkaries in verschiedenen Patientenszenarien präsentiert.

 Preise:  Mitglied: 250,- €                Nichtmitglied:  310,- €

Frau Prof. Wolff studierte in Heidelberg und war anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin und später Oberärztin an der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde des dortigen Universitätsklinikums. Seit 2007 ist sie Spezialistin in Zahnerhaltung (Präventiv-Restaurativ) der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung. 2012 wurde ihr die „Venia legendi“ im Fach Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und 2015 der Titel einer Außerplanmäßigen Professorin der Medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verliehen. 2017 wurde Frau Prof. Wolff auf die W3-Professur für Zahnerhaltung an der Universität Tübingen berufen. Zugleich wurde sie Direktorin der zugehörigen Poliklinik. 2021 erhielt sie den Ruf auf die W3-Professur für Zahnerhaltungskunde der Universität Heidelberg und leitet seither dort als Ärztliche Direktorin die zugehörige Poliklinik. Sie ist Past-Präsidentin der Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK) und seit 2023 Studiendekanin Zahnmedizin der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Sie leitete als Koordinatorin die Erstellung der S3-Leitlinie „Direkte Kompositrestaurationen im Front- und Seitenzahnbereich“ der DGZMK/AWMF. Ihre Schwerpunkte liegen unter anderem in der Erforschung und Vermittlung neuartiger und innovativer Techniken und Behandlungsmethoden im Bereich der direkten Versorgungen mittels Kompositen.

 

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